Was sind die Unterschiede zwischen
PUR und PIR?


Technische Entwicklungen in Europa und den USA führten zur nächsten Produktgeneration, die oft als Polyisocyanurat- oder Polyiso-Hartschaum (Kurzbezeichnung: PIR) bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des klassischen Polyurethan-Hartschaums, die ebenfalls eine herausragende Wärmedämmleistung aufweist.

Im Bauwesen wird Polyurethan-Hartschaum (Kurzbezeichung: PUR) seit den 1960er Jahren als äußerst leistungsfähiger Dämmstoff verwendet. Der Hochleistungsdämmstoff zeichnet sich dadurch aus, dass er im Vergleich zu gebräuchlichen Dämmstoffen um bis zu 67 % besser dämmt.

Sowohl PUR als auch PIR werden aus den Komponenten MDI und Polyol hergestellt. Während bei PUR die Bestandteile MDI und Polyol im Verhältnis zu den Molekülmassen umgesetzt werden, ist bei der Herstellung von PIR MDI im Überschuss vorhanden. Diese Komponente reagiert dann teilweise mit sich selbst. Es entsteht PIR, ein sehr stark vernetzter Kunststoff mit ringartigen Strukturen. Der hohe Vernetzungsgrad und die Ringstrukturen verleihen dem PIR-Hartschaum hohe Stabilität. PIR besitzt hervorragende thermische Beständigkeit und ist dimensionsstabil. Dieser Kunststoffschaum eignet sich hervorragend für die Wärmedämmung feuerwiderstandsfähiger Bauteile.

PUR ist dann vorteilhaft, wenn es auf Zähigkeit und Elastizität ankommt.

     
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