Dämmstoffleistung und Dämmstoffqualität

Die Leistungsfähigkeit eines Wärmedämmstoffes bemisst sich an seiner Wärmeleitfähigkeit. Je weniger ein Dämmstoff die Wärme leitet, desto wirksamer begrenzt er die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle. Maß für die Leistungsfähigkeit eines Dämmstoffes ist die Wärmeleitfähigkeitsstufe (abgekürzt: WLS). Sie wird als dreistellige Zahl z. B. WLS 024 angegeben. Hier gilt: Je niedriger die WLS, desto mehr leistet der Dämmstoff und umso besser ist die Dämmwirkung.

Für die Anwendungsbereiche Dach, Wand, Boden, Decke sowie für landwirtschaftliche Gebäude und Industriebauten wurde von den Polyurethan-Dämmstoffherstellern eine breite Produktpalette entwickelt. Polyurethan-Qualitätstypen erläutern Planern, Architekten und Handwerkern die wichtigsten Produkteigenschaften.

Beispiel: Der Qualitätstyp „PUR/PIR 024 DAA ds“ bedeutet

PUR/PIR:
Es handelt sich um einen Wärmedämmstoff aus Polyurethan-
Hartschaum (PUR/PIR).

024:
Der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,024 W/(m⋅K).

DAA:
Kurzzeichen für das Anwendungsgebiet nach DIN V 4108-10;
Anwendungsgebiet Flachdach-Außendämmung unter Abdichtung.

ds:
Das Polyurethan-Dämmprodukt erfüllt die Anforderungen an sehr hohe Druckbelastbarkeit; Nenndruckspannung 150 kPa.

Der Polyurethan-Qualitätstyp wird z. B. auf dem Etikett der Verpackung oder auf dem Beipackzettel angegeben. Qualitätsgesicherte Wärmedämmstoffe aus Polyurethan-Hartschaum sind am Qualitätszeichen der ÜGPU - Überwachungsgemeinschaft Polyurethan-Hartschaum zu erkennen.

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